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Impro-Musical
Inhaltsangaben einiger bisheriger Aufführungen

Selbstmord nicht leicht gemacht (23.9.2008)
Tatü Tütü (25. 9. 2007)
Eine Henkerin zum Verlieben (16. 1. 2007)
Ratten, Kakerlaken und andere Liebespaare (6. 3. 2007)
Cut and Fly (7. 3. 2006)
Nicht mit meiner Tochter! (22. 11. 05 - Premiere)


In den folgenden Inhaltsangaben sind Vorschläge des Publikums fett geschrieben, die improvisierten Liedtitel kursiv.

23. September 2008:
Selbstmord nicht leicht gemacht

Keyboard und Gitarre: Karsten Kramer
Saxophon, Klarinette, Querflöte:
Anne Dietrich
Schauspieler:
Achim Freund, Christian M. Schulz, Christoph Hüllstrung und Nicole Djandji
Tanzensemble:
Regina Fendt und Tatjana Paolozza

FREISTIL Impro-MusicalHorst Schneider (Christian M. Schulz) ist ein 40jähriger Psychologieprofessor (Ich schau in dein Hirn hinein) , der an der Freiburger Uni gleichzeitig die verhaltenstherapeutische Ambulanz leitet. Er liebt heimlich seine 35jährige Assistentin Elsa (Nicole Djandji), die er von Oldenburg mit nach Freiburg gebracht hat, wo sie bei ihm ihre Doktorarbeit schreiben will, wagt aber nicht, ihr seine Liebe zu gestehen (Ich hab mich in sie verliebt). Elsa träumt davon, später eine eigene Känguruhfarm zu haben, wo sie die Tiere züchten kann und mit ihrem Prof für therapeutische Zwecke einsetzen will (Denn mit Känguruhs da wird die Welt besser). Auf dem Münsterturm lernt sie Klaus (Christoph Hüllstrung) kennen, einen 27jährigen Kellner, der an der Fassade des Münsters hochgeklettert ist, denn Klettern ist sein Hobby. FREISTIL Impro-MusicalAuf das Münster ist er allerdings geklettert, um sich umzubringen, weil er seit Monaten Streits mit seinem jähzornigen Freund Friedemann (Achim Freund) hat, mit dem er zusammenlebt. Friedemann hat wenig Verständnis für Klaus und ist während seiner jähzornigen Anfälle sehr brutal zu ihm, weswegen Klaus keinen Ausweg mehr für sich sieht (Versetz dich mal in meine Lage!). Doch Elsa kann ihn aufheitern (Schau in die Welt - sie hat so viele schöne Sachen zu geben). Außerdem fühlt sie sich sehr hingezogen zu dem attraktiven Mann, in den sie sich schließlich verliebt. Elsa fragt am nächsten Tag ausgerechnet ihren Chef um Rat. Der unglückliche Horst versucht zunächst, ihr von einer Beziehung mit einem homosexuellen Mann abzuraten. Doch als er spürt, wie wichtig ihr dieser Mann bereits ist (Er ist ein Licht und ich brings zum Leuchten), will er ihrem Glück nicht im Wege stehen und gibt ihr einen Gürtel (eine Leihgabe aus dem Publikum). Das sei ein sexuelles Symbol. FREISTIL Impro-MusicalEr rät ihr, Klaus den Gürtel zu schenken und gleich anzuziehen, das würde sie sehr attraktiv für ihn machen. Doch Klaus versteht das Geschenk falsch und glaubt, daß Elsa - so wie er - auf Sado-Maso Praktiken stehe. Friedemann, der unglücklich ist, daß Klaus ihn verlassen will, bittet Horst, ihn zu behandeln, damit er seinen Jähzorn überwinden kann. Im Laufe der Therapie stellt sich heraus, daß der streng christliche Vater von Friedmann diesen mit 5 Jahren traumatisiert hat, als er ihn mit Schlägen zum Kirchgang zwang und dabei seinem Teddy den Kopf abriss. Horst selber wagt es endlich, Elsa seine Liebe zu gestehen (Du kannst meine Liebe haben). Aber Elsa sieht in ihm nur einen guten Freund. Doch als Elsa am Wochenende mit Klaus Klettern geht, muß sie feststellen, daß dieser achtlos Adler-Eier aus einem Nest im Berg stößt, weil es doch "nur Tiere" seien. Sie ist verletzt und enttäuscht (So viele Tiere haben ein größeres Herz als du!). FREISTIL Impro-MusicalDer verzweifelte Horst will sich wegen Elsa umbringen und steigt dazu auf das Dach der Mensa. Dort entdeckt ihn Elsa gerade rechtzeitig, kann ihn in einer dramatischen Kletteraktion retten und eröffnet ihm, daß sich ihre Gefühle für ihn geändert haben. Sie singen das ergreifende Liebesduett "Vielleicht wird das mit uns etwas Besonderes". Ein halbes Jahr später, am Ende der Therapie, ist Friedmann der erste Patient, an dem Horst und Elsa die Känguruh-Behandlung testen. Dazu reitet er auf einem Känguruh (stark: Regina vom Tanzensemble), wodurch die letzten Reste von Jähzorn aus ihm herausgeschüttelt werden. Klaus erkennt, daß sich Friedemann geändert hat und kehrt zu ihm zurück (Ich hab dich so vermisst). Ein wunderschönes Happy-End mit zwei verliebten Paaren. Nicht nur die italienischen Studenten waren begeistert und applaudierten minutenlang den Spielern und Musikern für dieses beeindruckende Musical.

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25. September 2007:
Tatü Tütü

Keyboard und Gitarre: Karsten Kramer
Schauspieler:
Achim Freund, Christian M. Schulz, Christoph Hüllstrung und Simone Kupferschmid
Tanzensemble:
Anke Fiebig, Regina Fendt, Ralf Fees, Ulrike Bannwarth

Musical Tatü TütüKlaus-Jürgen Koch (Christian M. Schulz) ist ein 48 jähriger Rettungssanitäter (Ich rette Menschen, weil ich das so gerne mag), der mit seiner Assistentin Maja (als Gastspielerin: Simone Kupferschmid) unterwegs ist und vor allem bei Verkehrsunfällen im Einsatz ist. Majas Hobby ist die Imkerei, denn sie liebt Bienen und zieht oft (nicht immer passende) Vergleiche zu Menschen. Immer wenn Klaus-Jürgen verletzten jungen Menschen hilft, muß er an seinen Sohn denken, den er vor 30 Jahren zur Adoption freigegeben hat, als er selber erst 18 Jahre war. Der Sohn entstand aus einem One-Night-Stand mit einer drogenabhängigen jungen Frau (Die erste Liebe und dann kam ein Sohn), doch Klaus-Jürgen fühlte sich nicht reif genug, die Verantwortung für das Kind zu übernehmen und die Mutter war dazu nicht in der Lage. Seither macht er sich Vorwürfe und überlegt bei jedem etwa 30jährigen Mann, ob es sein Sohn sein könnte.
Eines Tages, als er mal wieder im Spielcasino ist, wo er nach der Arbeit öfters ist, um sich von den schlimmen Unfall-Bildern des Tages abzulenken, trifft er Sergej (Christoph Hüllstrung), der dort zum ersten Mal ist. Sergej träumt davon, Ballettänzer zu werden und würde gerne im Tanztheater Freiburg-Heidelberg mitmachen. Klaus-Jürgen gibt Sergej Tips (Pass gut auf im Spielcasino, sonst ist dein Geld gleich weg) und zeigt ihm wie man Poker spielt. Als Sergej erwähnt, daß er adoptiert wurde (Was gäbe ich dafür, endlich die Wahrheit zu erfahren) und daß er am 3. März 1977 geboren wurde, erkennt Klaus-Jürgen in ihm seinen Sohn und ist erschüttert (Endlich stehst du vor mir) und gibt sich als sein leiblicher Vater zu erkennen. Aber die Frage, warum er ihn damals weggegeben hat kann er ihm zunächst nicht beantworten, sondern lädt ihn ein, ihn am nächsten Tag zu besuchen, um ihm alles in Ruhe zu erklären. Maja, die am nächsten Tag von dem Treffen erfährt, gibt Klaus--Jürgen den Ratschlag, seinem Sohn anzubieten, die verpasste gemeinsame Vergangenheit nachzuholen. Er solle Sergej anbieten, ihn mit einer Windel (eine Leihgabe aus dem Publikum!) zu windeln, die er all die Jahre dafür aufbewahrt habe (Sag ihm, daß er so wunderschön ist, sag ihm, daß du ihn liebst).
Musical Tatü Tütü
Sergejs Adoptivvater Dieter (Achim Freund), ist ein 50jähriger Autohändler, der sehr eifersüchtig ist und ein Alkoholproblem hat. Als er hört, daß Sergej seinen leiblichen Vater treffen will (Mein Vater, mein echter Vater, lebt) ist er verletzt und macht seinem Sohn heftige Vorwürfe (Ich hab mich gekümmert um dich). Er hat Angst, die Liebe seines Sohnes zu verlieren, den er als Nachfolger seines Autohauses vorgesehen hat.
Sergej geht trotzdem zu Klaus-Jürgen, doch ist entsetzt, als dieser ihn bittet, sich auszusziehen, weil er ihn windeln wolle. Er hält seinen leiblichen Vater für einen perversen homosexuellen Sexualtriebtäter und rennt weg. Dieter täuscht kurz darauf auf dem Gelände der PH vor den Augen der entsetzten Studenten (dem Tanzensemble) einen Selbstmord vor indem er Tabletten schluckt und zusammenbricht (Dass ich mich umbringe wegen meinem Sohn). Sergej der seinen Abschiedbrief gefunden hat, entdeckt ihn schmerzgekrümmt am Boden und ruft den Rettungsdienst. Klaus-Jürgen erscheint mit Maja und wendet im Rettungswagen das Atemgerät (Regina Fendt vom Tanzensemble) und den Defibrillator (Ralf Fees vom Tanzensemble) an. Doch als sie entdecken, daß er nur simuliert hat, kommt es zu einer heftigen Auseinandersetzung und einer Schlägerei zwischen dem Adoptiv- und dem leiblichen Vater, die auch Sergej nicht verhindern kann.

Sergej flüchtet ins Ballettstudio, wo er hart trainiert um die schreckliche Szene zu vergessen. Dabei geht er über seine Grenzen und bricht sich bei einem schweren Sprung das Bein. Dieter findet ihn schwerverletzt, denn beim Bruch ist eine Schlagader gerissen und Sergej droht zu verbluten. Dieter ist verzweifelt (Man muß meinem Jungen jetzt helfen!), da taucht endlich der gerufene Rettungssanitäter auf. Es ist Klaus-Jürgen, der aber nach der Schlägerei eine gebrochene Rippe hat und seine linke Hand nicht richtig benutzen kann. Er gibt deshalb Dieter Anweisungen, was dieser tun muß um Sergej zu retten. Zwei Wochen später besucht Klaus-Jürgen seinen Sohn im Krankenhaus, um ihm mitzuteilen, daß er sich nicht zwischen ihn und seinen Adiptivvater drängen wolle. Doch Dieter besteht darauf, daß Klaus-Jürgen und Sergej in Kontakt bleiben, weil er dankbar ist, daß er seinem Sohn das Leben gerettet hat. Und auch Sergej möchte den Kontakt zu seinem leiblichen Vater nicht verlieren. Musical Tatü Tütü Es kommt zu einer anrührenden Versöhnungsszene zwischen den dreien. Drei Monate später sieht man Dieter und Klaus-Jürgen aufgeregt im Zuschauerraum des Staatstheater Baden-Baden bei der Premiere des neuen Balletts des Tanztheaters Freiburg-Heidelberg. In der Hauptrolle: Sergej. Es ist ein modernes Balletstück mit Rock 'n' Roll Musik. Die beiden sind begeistert (Du bist unser Sohn!) und Sergej und das Tanzensemble geben nochmal alles, bis am Ende auch die beiden Väter mittanzen. Ein tolles Finale einer gelungenen Aufführung (vielseitig am Keyboard: Karsten Kramer). Der Titel, vereint elegant und mit nur zwei Worten den Beruf des leiblichen Vaters und den Traum des Sohnes: Tatü Tütü (also den Klang des Martinshorns und der Name der typischen Ballettröckchens - eigentlich Tutu, gesprochen Tütü).

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16. Januar 2007:
Eine Henkerin zum Verlieben
Keyboard und Gitarre: Karsten Kramer
Saxophon, Klarinette, Querflöte:
Anne Dietrich
Schauspieler:
Achim Freund, Christian M. Schulz, Christoph Hüllstrung und Nicole Djandji
Tanzensemble:
Antonio Denscheilmann, Bianca Wolff, Ilia Polian, Petra Endres,Tobias Katona, Ralf Fees, Ulrike Bannwarth .

Gertrud (Nicole Djandji), eine 25 jährige Henkerin, hat ihre Ausbildung in den USA gemacht und ist nun nach Deutschland zurückgekehrt, weil sie in ihrer Heimat für Ordnung sorgen will und hofft, daß hier die Todesstrafe wieder eingeführt wird ("Ich bin hier Henkerin und ich räum hier auf"). Sie wurde damals Henkerin, weil sie mit 12 Jahren vergewaltigt wurde und der Täter danach ihre Eltern umbrachte. („Ich war erst 12, als meine Seele zerbrach“ - ein sehr beeindruckendes Lied, das selbst das Tanzensemble anrührte). Ihr 35 jähriger Praktikant Detlef (Christoph Hüllstrung) kann gut Messer schleifen, was ihm auch für sein Hobby nutzt: Er kocht gerne, am liebsten Hase in Pfeffer. („Schleifen ist nicht schwer. Es geht immer hin und her.“)
Im Münster, wo Gertrud gerne ist um zu beten, lernt sie Gustav kennen (Christian M. Schulz), der dort immer mit dem Steinfiguren spricht und die heilige Mutter Gottes (Petra Endres vom Tanzensemble) und Jesus (Antonio Denscheilmann vom Tanzensemble) um Unterstützung für seine Wünsche bittet. Gustav ist Pförtner bei einer Bank, einen Job den ihm sein strenger und arroganter Vater Edelbert Schmidtke (Achim Freund) verschafft hat, der aber nicht viel von ihm hält. („Dieser Sohn, er wird es niemals schaffen“). Gustav, dessen Mutter bald nach der Geburt den Vater und das Baby verlies und sich seither nie wieder gemeldet hat, wohnt noch beim Vater. Er möchte gern beruflich aufsteigen, weil sein Ziel ist, eine hohe Abfindung als Manager zu kassieren. Er hofft, über den Reichtum wichtig und von anderen respektiert zu werden („Wenn du Geld hast, gehörst Du dazu“). Seine naive und sehr emotionale Art irritiert Gertrud, die sich aber auch zu ihm hingezogen fühlt, weil er so anders ist, als normale Männer. Gustav verliebt sich schnell in Gertrud, die er für eine Steinmetzin hält („Und ich spüre ihre Liebe, dieser Engel ist hier für mich“). Die beiden verabreden sich zum Orgelkonzert am nächsten Tag. Gertraud, die wegen ihres Traumas noch nie einen Freund hatte, erzählt Detlef von Gustav („Liebe schien für mich so fern, doch ganz nah kommt jetzt dieser ferne Stern“). Detlef gibt ihr daraufhin eine Schachtel mit Shiva Pulver (eine Tupperdose mit Salzstangen aus dem Publikum), ein Gewürz, das Yin und Yang vereinen soll und die Chi-Energie verstärkt. Dadurch werde Gertrud für ihn anziehend. Doch Gustavs Vater, der auf dem Minigolfplatz trainiert, verbietet ihm, sich mit Gertrud zu treffen weil am gleichen Abend ein großes Minigolf-Turnier stattfindet bei dem ihm Gustav assistieren soll. Gustav ist verzweifelt („Was soll ich tun, was soll ich tun - mein Vater will nicht, daß ich zu ihr geh“). Aber er gehorcht schließlich seinem Vater.

Nach der Pause sieht man Gertrud deshalb allein in ihrer Wohnung in Weingarten. Sie ist traurig und enttäuscht, weil Gustav nicht zum Orgelkonzert kam („Halt nur an dir selber fest, dann bist du sicher“). Doch spät in der Nacht taucht Gustav noch unerwartet auf, der sich nach dem Minigolf-Turnier heimlich von zu Hause weggeschlichen hat. Das Shiva-Pulver, das ihm Gertrud später unter die Nase hält („Schnuff, Schnuff mal da hinein“), löst bei ihm aber einen üblen Nies- und Hustenanfall aus und er ist stinkesauer. Kurz darauf bewirkt das Pulver, das die Chi-Energie aktiviert, ein starke Dauererektion bei Gustav, die er vergeblich unter dem Tisch zu verbergen sucht (eine sehr witzige Comedyszene). Doch plötzlich rastet Gertrud völlig aus, wirft erst Stühle und den Tisch nach Gustav und ihn dann auf höchst aggressive Weise aus der Wohnung. Das Publikum ahnt sofort, daß ihr altes Trauma diese heftige Reaktion auf Gustav ausgelöst hat. Eine drastische und berührende Szene auch dies. Als Detlef von dem Vorfall erfährt, geht er zu Gustav, der inzwischen den Job im Archiv der Bank bekommen hat, weil er hofft, seinem Ziel so näher zu kommen. Als Gustav von Gertruds schrecklicher Vorgeschichte erfährt, will er ihr zuerst vergeben. Doch als er hört, daß sie als Henkerin gearbeitet hat ist er entsetzt und will nichts mehr mit ihr zu tun haben („Meine Liebe, die will ich nicht haben, ich mach die Liebe einfach tot!“). Inzwischen hat Edelbert Gertrud einen Vorschlag unterbreitet: Wenn Sie die Finger von Gustav läßt, besorgt er ihr die Henkerlizenz in Deutschland und eine Stelle in Bayern, wo die Todesstrafe durch den neuen Ministerpräsidenten wieder eingeführt werden soll (!). Ein paar Tage später treffen sich Gustav und Gertrud im Westbad. Gustav weiß von dem Angebot seines Vaters und will sie umstimmen. Sie zögert aber noch. Gustav hat die Hoffnung, ihr mit seiner Liebe zu helfen, ihre schlechten Erfahrungen mit Männern zu überwinden („Laß mich zu dir rein, ich will bei dir sein“). Aber er stellt die Bedingung, daß sie den Henker-Beruf aufgibt. Gertrud zögert lange aber kann sich ihren Gefühlen für ihn dann doch nicht entziehen. Am nächsten Tag zeigt Gustav ihr seinen Arbeitsplatz im Archiv der Bank. Dort entdecken sie Urkunden, die belegen, daß seine Mutter die Besitzerin der Bank war und ihm alles vererbt hat, bevor sie vor zwei Jahren gestorben ist. Der Vater hat diese Dokumente aber scheinbar gefälscht und sich selber als Erbe eingesetzt. Als Edelbert dazukommt, stellt in Gustav zur Rede („Ich bin zwar dein Sohn, aber ich fordere den Lohn“). Edelbert gesteht alles. Einige Wochen später im Gasthaus „Zum Henkersmahl“: Mit dem geerbten Geld von Gustav haben Gertrud und Detlef ein Restaurant aufgemacht. Die zahlreichen Gäste kommen vor allem wegen der Spezialität des Hauses: Hase in Pfeffer, der am Tisch mit sehr scharfen Spezialmessern von Detlef zerlegt wird. Der Ska-Song zum Abschluß heißt „Cut, Cut, Cut the Karnickel“ und alle stimmen mit ein. Doch da taucht der völlig verwahrloste Vater von Gustav auf. Er hat seit seinem Rauswurf aus der Bank unter Brücken gelebt, ist sehr beschämt und völlig betrunken. Er will den beiden endlich sein Einverständnis geben. Gustav bietet ihm einen Job als Tellerwäscher im Restaurant an. Am Ende hört man Edelbert noch wie er sich hinter der Bühne lautstark übergeben muß.

Mehr Fotos von diesem Musical: Hier

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Ratten, Kakerlaken und andere Liebespaare
Keyboard und Gitarre: Karsten Kramer
Saxophon, Klarinette, Querflöte:
Anne Dietrich
Schauspieler:
Achim Freund, Christian M. Schulz, Christoph Hüllstrung und Nicole Djandji
Tanzensemble:
Antonio Denscheilmann, Bianca Wolff, Petra Endres und Regina Fendt

Kurt Käser (Christian M. Schulz) ist ein Kammerjäger, der mit seinem Gesellen Emil Dreimann (Achim Freund) dafür sorgt, daß Schädlinge wie Ratten oder Wanzen sich nicht vermehren oder Krankheiten verbreiten können. Ich mache die bösen Tiere tot, wenn ich komme, dann leiden sie Not. Kurt hat das Geschäft von seinem Vater übernommen, der wollte, das sein Sohn seine Arbeit fortsetzt, jedoch selber an den Spätfolgen von DDT gestorben ist, das er früher benutzte, bevor es wegen seiner Gefährlichkeit verboten wurde. Kurts Geselle züchtet in seiner Freizeit Rosen, von denen er und Kurt schwärmen. Dieser Duft, er tut mir gut, dieser Duft, er macht mir Mut.
Kurt jedoch verbringt seine Freizeit meist auf dem Mundenhof, weil er eigentlich sehr tierlieb ist und den Job als Kammerjäger nur macht, um das Andenken seines Vaters zu wahren. Er kennt dort die Tiere, z.B. die Affen (Petra und Antonio vom Tanzensemble) oder die Meerschweinchen (Süß: Regina und Petra von Tanzensemble), die er gerne füttert. Ich liebe diese Tiere so, denn Tiere machen mich so froh. Eines Tages bekommt Kurt mit, wie die Affen den Laptop einer Frau klauen, die er zunächst für eine IT-Expertin hält. Mechthild Bärmann (Nicole Djandji) ist jedoch arbeitslos und möchte - statt zum Computerkurs, zu dem sie ihr Vater angemeldet hat, der selber in der Computerbranche arbeitet - lieber hauptberufliche Greenpeace-Aktivistin werden, wo sie bereits eine Praktikumsstelle hat. Die beiden finden heraus, daß sie ganz ähnliche Ansichten über Tiere und Umweltschutz haben. Die Zukunft ist bei den Tieren, die Zukunft gehört uns nicht alleine. Beide lehnen auch Flugzeugreisen wegen des hohen CO2-Ausstoßes ab. Sie fühlen sich zueinander hingezogen und singen ein sehr gefühlvolles Duett: Ich glaube, er/sie versteht mich, ich fühle mich ihm/ihr so nah.
Am nächsten Tag erzählt Kurt Emil von Mechthild. Ich möchte Dich jeden Tag bei mir sehen. Kurt hat aber Angst, daß sie ihn ablehnt, sobald sie erfährt, daß er Kammerjäger ist, denn seine letzte Freundin verließ ihn, als er das Geschäft seines Vaters übernahm, weil sie seinen Beruf so abstoßend fand. Emil rät ihm zu einem Ausflug mit Mechthild an den Opfinger See, wo viele Wasserratten leben und gibt ihm dazu ein großes beiges Badehandtuch (eine Leihgabe aus dem Publikum). Er solle warten, bis eine der Ratten angreift, diese dann mit dem Badehandtuch erlegen und Mechthild so zeigen, wie sinnvoll und wichtig seine Arbeit ist.
Als Mechthilds arroganter Vater Brutus Bärmann (Christoph Hüllstrung) der gerade beim Sumo-Ringen ist (und dabei von Bianca, einer der Tänzerinnen, besiegt und auf ihre Schultern geladen wird!), erfährt, daß sie einen Mann kennengelernt hat, verbietet er ihr den Kontakt. Mechthild ist verzweifelt: Sterben meine Träume?
Am nächsten Tag geht sie zum Mundenhof, um sich von Kurt zu trennen, doch er kann sie überreden, mit zum Opfinger See zu kommen. Dort taucht plötzlich Mechthilds Vater auf, der herausgefunden hat, daß Kurt Kammerjäger ist und sich deshalb als riesige Kakerlake verkleidet hat. Brutus greift Kurt an, damit Mechthild sehen kann, wie brutal ihr neuer Freund mit Tieren umgeht. Es kommt zu einem heftigen Kampf zwischen den beiden Männern, bei dem Kurt schließlich mit Hilfe des Badetuchs den Vater besiegt. Mechthild ist entsetzt über Kurts Härte und vor allem als sie von dessen Beruf erfährt. Sie läßt sich von Brutus überreden, mit ihm nach China zu fliegen, wo dieser beruflich zur tun hat.
Aber Emil kann Kurt ebenfalls überreden, ihr nachzufliegen, obwohl Fliegen gegen Kurts Grundsätze verstößt, und er versucht, daß ihn im Flugzeug keiner erkennt.
Kurt findet Mechthild und ihren Vater in einer Karaoke-Bar in Peking, wo sie gerade ein englisches Lied singen, von den begeisterten Chinesen gefeiert werden und sogar einen Preis gewinnen. Kurt, der von Emil ein Fläschchen Rosenduft-Extrakt bekommen hat, mit dem er Frauen in sich verliebt machen kann, kann Mechthild mit Hilfe des Fläschchens dazu bringen, ihm zu folgen und die Bar zu verlassen. Brutus jedoch fühlt sich durch den Duft, den Emil geschickt bei ihm einsetzt, plötzlich zu einem großen Chinesen (Antonius) hingezogen.
In einem chinesischen Restaurant
, wo Kurt und Mechthild eine Schlange essen, kommt es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den beiden. Kurt versucht, ihr klar zu machen, warum sein Beruf wichtig ist. Beide werfen sich vor, mit dem Flugzeug geflogen zu sein. Als Kurt ärgerlich ruft: „Du bist aus Feigheit geflogen, aber ich weil ich dich liebe, verdammt noch mal!“ schlägt er unwillkürlich und heftig auf die Schlange auf dem Tisch (Bianca). Es klatscht sehr laut - denn er hat Biancas Po mit voller Wucht erwischt - und danach fängt die Schlange an zu wackeln! (Die Tänzerin muß nämlich lachen und kann das Lachen nicht mehr stoppen.) Schließlich wird sie von den Kellnern abgeräumt weil Kurt und Mechthild kein Tier essen wollen, das noch lebt. Mechthild schlägt vor, daß sie sich ihren Vater gegenüber durchsetzen werde, wenn Kurt das seinem (toten) Vater gegenüber ebenfalls schafft. Er willigt ein.
Ein paar Wochen später sieht man Kurt als Tierpfleger auf dem Mundenhof. Emil hat den Kammerjäger-Betrieb übernommen und dabei ein Schädlingsvernichtungsmittel aus Rosen-Extrakt erfunden, das die Pelztiere auf biologische Art von Flöten und Wanzen befreit, und das sie sofort an den Tieren im Mundenhof testen. Mechthild ist glücklich, weil sie die neue Anti-Walfang-Kampagne von Greenpeace unterstützen kann indem sie Flyer und Broschüren gestalte und dabei das Computer-Wissen ihres Vaters nutzen kann. Und Brutus, der den Chinesen aus Peking mitgebracht hat, ist mit diesem so glücklich (er kann nämlich auch Sumo-Ringen) daß er nichts mehr gegen Kurts Beziehung zu seiner Tochter hat. Das Abschlußlied (ein Reggae) heißt: Im Mundenhof mit dir zu zwein, das möchte ich jeden Tag gern sein. Ein Ohrwurm-Song,  den FREISTIL zu Werbezwecken glatt an den Freiburger Tierpark verkaufen könnte. Und als Titel wählte das Publikum am Ende des Musicals: „Ratten, Kakerlaken und andere Liebespaare“.
Toll, wie das Tanzensemble, das diesmal nur aus vier Mitgliedern bestand, es schaffte, auch in kleiner Besetzung schöne Choreografien zu improvisieren und daneben noch Zeit fand, in immer neue kurze Nebenrollen zu schlüpfen.
Souverän wie immer: Karsten Kramer am Keyboard und Anne Dietrich an Saxophon, Klarinette, Querflöte.
Und am Ende gab es den Abschied vom Lichttechniker Christoph Peters (der u.a. auch im Europapark Licht macht aber nun, nach insgesamt 10 Vorstellungen des Impro-Musicals, leider nach Berlin geht).
Schade, daß es das nächste Impro-Musical frühestens im September gibt. Denn apropos Mundenhof: Könnte dieses kleine musikalische Wunderwerk nicht mal im Sommer auf dem ZMF gespielt werden?

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7. März 2006:
Cut and Fly

Keyboard: Martin Glönkler
Saxophon, Klarinette, Querflöte:
Anne Dietrich
Schauspieler:
Achim Freund, Christian M. Schulz, Christoph Hüllstrung und Nicole Djandji
Tanzensemble:
Kirsten Mürrmann, Nicola Gottschalk, Carlos Salgado und Margrita Wahrer.

Roy (Christian M. Schulz) ist ein 35 jähriger, sehr fleißiger Friseur („Ich schneide Haare jeden Tag, weil ich das Haare schneiden mag“), der das überschuldete Geschäft von seinem verstorbenen Vater übernommen hat und durch intensive Kundenbetreuung und neue Erfindungen in die schwarzen Zahlen gebracht hat. Neben einer automatischen Frisier- und Kämm-Maschine (Nicola Gottschalk) hat er auch einen Spiegel erfunden (Kirsten Mürrmann) der nicht nur mögliche neue Frisuren zeigen kann, sondern auch den Menschen, wie er sich gerade fühlt oder gerne fühlen würde. Sein Lehrling Fridolin (Achim Freund), der ihn unterstützt, bereitet sich auf die Gesellenprüfung vor und fängt in seiner Freizeit Schmetterlinge („Schmetterlinge sind so wunderschön“).

Roy arbeitet Tag und Nacht und träumt davon, viele neue Filialen zu eröffnen („Ich baue ein Netz von Filialen“). Als er eines Tages wieder einmal im Keller seines Hauses, wo er sich unbeobachtet fühlt, an seinen Erfindungen arbeitet, klopft Jennifer (Nicole Djandji) an der Kellertür. Roy hält sie für eine Spionin der Konkurrenz, die seine Erfindungen auskundschaften soll. Er versucht, sie zu überwältigen und zu durchsuchen, worauf es zu einer heftigen Auseinandersetzung mit der energischen jungen Frau kommt. Schließlich stellt sich heraus, daß Jennifer sich nur in der Adresse geirrt hat und das Fitneß-Center im Nachbarhaus gesucht hat. Als er ihr seine Erfindungen vorführt kommen sich die beiden rasch näher („Irgendwie ist er/sie mir sympathisch, irgendwie sieht er/sie gut aus“). Roy lädt Jennifer, die als Putzfrau arbeitet, aber schon immer davon träumt, Stewardess zu werden, für den nächsten Tag in seinen Laden ein.

Doch Sören (Christoph Hüllstrung), Jennifers jüngerer Bruder, der sehr cholerisch ist, seit ein paar Wochen bei ihr lebt, rassistische Ansichten vertritt, ihr vorwirft, sie sei zu dick und über ihren Traum, Stewardess zu werden, nur lacht („Oh, Bruderherz, du bringst mir Schmerz“), verbietet ihr, zu diesem Treffen zu gehen, da Roy als Friseur sicher schwul sei („Friseure sind die schlimmsten auf dieser Welt“) und er Schwule haßt. Auch ihr Flehen kann ihn nicht umstimmen („Oh Sören, versteh doch, ich muß da morgen hin“).

Roy, der am nächsten Tag sehr aufgeregt und nervös ist („Jennifer, Jennifer, sei doch mein. Du sollst immer bei mir sein!“) bekommt von Fridolin, den er vor dem Treffen um Rat bittet, eine kleine blaue Solariums-Schutzbrille aus Plastik mit dem Tipp, diese beim ersten Treffen aufzusetzen, und sie dann wie aus Versehen heftig anzurempeln. So hat nämlich Fridolin damals auch seine eigene Frau kennen gelernt.

Als Jennifer gegen den Willen ihres Bruders zu Roys Friseurladen geht, glaubt sie, daß Roy tatsächlich schwul ist, weil er erzählt, wie gut er seine männlichen Kunden bedient, er weiche, sensible Bewegungen macht und auch ihren Bruder kennen lernen will. Doch Roy, der schließlich merkt, was sie befürchtet, kann sie überzeugen, daß dieses Vorurteil bei ihm nicht zutrifft („Mein Herz schlägt für eine Frau, das weiß ich zufällig ganz genau“). Als er aber die Solariums-Schutzbrille aufsetzt und sie grob anrempelt, ist sie erneut sauer und will endgültig gehen, weil sie ihn jetzt für unsensibel und aggressiv hält. Erneut muß er sie besänftigen und alles aufklären.

Am nächsten Tag kommt Sören in Roys Laden, läßt sich erst von Fridolin bedienen (der gerade Haare aus dem Abfluß entfernt), und dann von Roy die Haare schneiden. Hinterher versucht Sören mit Roy anzubandeln, den er dabei hänselt und provoziert. Gerade als er ihn mit Gewalt von hinten umfaßt hält, betritt Jennifer den Laden, die nun ganz sicher ist, daß Roy wirklich schwul ist. Sie rennt weg und versteckt sich in Roys Keller („Doch es war Lüge, er liebt mich nicht“). Dort findet Fridolin sie nach langer Suche endlich. Er macht ihr klar, daß nicht Roy schwul sei, sondern daß die Initiative von Sören ausgegangen ist. Fridolin ist sicher, daß in Wirklichkeit Sören homosexuell sei. Jennifer bleibt skeptisch, doch willigt ein, bei einem fingierten Treffen heimlich zuzuschauen. Roy ruft Sören an und bietet ihm ein Treffen mit Fridolin nach Ladenschluß an, zwecks sexueller Kontakte. Sören willigt ein. Während Fridolin nervös wartet („Was wird jetzt passier'n mit mir?“), verstecken sich Roy und Jennifer im Nachbarraum, wo sie durch einen verglasten Spiegel die Szene unbemerkt beobachten können. Sie werden Zeuge, wie sich Sören tatsächlich in sexueller Absicht Fridolin nähert, ihn dann überraschend an den Stuhl fesselt, ihn mit seinem Gürtel peitscht und dann versucht, ihn zu vergewaltigen. Weil die Tür des Nebenraums klemmt, kann Roy erst spät zur Hilfe eilen. Es kommt zu einer wilden Schlägerei, bei der es Roy und Fridolin endlich gelingt, Sören niederzuschlagen. Jennifer ist fassungslos und Sören bricht in Tränen aus. Er wird von Roy getröstet, der Jennifer erklärt, daß unter dem Schwulenhass vieler Männer oft eine uneingestandene eigene homoerotische Neigung liege. Er bietet den verzweifelten Sören eine Lehrstelle als Friseur an.

In der letzten Szene sieht man zwei Models (Margrita Wahrer/ Mürrmann) das Flugzeug der Schmetterling-Airlines besteigen, das sie nach New York bringen wird. Der besonderer Service: An Bord bekommen die Passagiere von Roy, Fridolin und Sören die Haare geschnitten, denn Roy hat seine erste Filiale in einem Flugzeug eröffnet. Jennifer ist natürlich als Stewardess dabei und Sören kann inzwischen zu seiner Homosexualität stehen. Das Motto der neuen Fluggesellschaft („Cut and Fly“) wird als Reggae gesungen und bildet das phantastische und bewegende Finale mit mehrstimmigen Gesang und tollen Tanzchoreografien rund um Roy und Jennifer.

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22. 11. 05 (Premiere)
Nicht mit meiner Tochter!
Keyboard: Andreas Binder
Saxophon, Klarinette, Querflöte:
Anne Dietrich
Schauspieler:
Achim Freund, Christian M. Schulz, Christoph Hüllstrung und Nicole Djandji
Tanzensemble:
Kirsten Mürrmann, Nicola Gottschalk, Simone Reindl, Stefanie Paulsburg, Christina Philipp, Götz Sattler, Hans-Peter Zeller, Ilia Polian, Tobias Katona und Margrita Wahrer.

Bruno
(Christian M. Schulz) ist ein 35jähriger Finanzbeamte, der 12 Stunden am Tag arbeitet. Sein Ziel sind die großen Unternehmen, die ihre Gewinne nicht versteuern. Allein durch seine Arbeit werden jährlich 2 Millionen Euro von Steuersündern eingetrieben, was ihm eine Auszeichnung eingebracht hat. („Ich bin Finanzbeamter und ich finde dich“). Allerdings hat ihn der Tod seiner Mutter vor zwei Jahren aus der Bahn geworfen: Er ist damals spielsüchtig geworden, hat viel Geld in Baden-Baden verloren und musste sich schließlich einer Suchttherapie unterziehen. Inzwischen ist er zwar geheilt, trinkt allerdings heimlich und schmuggelt den Alkohol in seiner Thermoskanne ins Amt. Sein Mitarbeiter Michael (Achim Freund), ist ein 20jähriger Lehrling, der ihn bewundert und unterstützt. Er möchte später gerne Finanzminister werden und fährt in seiner Freizeit (und z.T. auch im Amt) gerne Bobbycar („Ich fahr so gerne Bobbycar, das ist doch sonnenklar“).

Bruno liebt Tiere und verbringt seine Mittagspausen gerne in einer Zoohandlung, wo er die Tiere (dargestellt von Mitgliedern des Tanzensembles) gut kennt und ihnen kleine Leckereien mitbringt. Dort taucht eines Tages Annegret (Nicole Djandji) auf, die Informationen über die verschiedenen Arten von Tierexkrementen sammeln will für eine Verschärfung der Hausordnung, die Mieter besser vor den Belästigungen durch Haustiere schützen soll. Annegret ist 27, lebt bei ihrem Vater und träumt davon, einmal Bundeskanzlerin zu werden. Ihr Vater, Willi Schmuttke (Christoph Hüllstrung), 52, unterstützt sie dabei („Annegret, du hast das Zeug, Politikerin zu werden“). Er ist ein ehemaliger Erzieher, der nach längerer Arbeitslosigkeit, einen Job bei der Post annehmen musste („Bei der Post, da macht es Spaß - nur so lala“). Willi ist rachsüchtig. Er hat z.B. den letzten Freund von Annegret verprügelt, nachdem dieser sich von ihr getrennt hatte. Als Bruno in der Zoohandlung von Annegrets tierfeindlichem Plan erfährt ist er sauer. Er versucht, ihr zu erklären, dass Tiere wertvolle Wesen sind, die den Menschen vieles voraus haben, z.B. ihre direkte, unverstellte Art („Ich wär’ so gern ein Tier“). Er öffnet die Käfigtüren, worauf sich die Tiere an ihn und dann an Annegret kuscheln, die dadurch begreift, wie viel Liebe ein Tier geben kann. Trotz ihrer selbstbewussten und forschen Art entdeckt sie plötzlich Gefühle für Bruno („Irgendwie gefällt er mir, er hat so eine Art“). Aus ihrem Lied wird ein wunderschönes Duett mit Bruno, bei dem sich die beiden umschleichen wie Katzen.

Am nächsten Tag lässt sich Bruno, der seit Jahren keine Freundin mehr hatte, von Michael Tips geben, wie er bei Annegret landen kann („Annegret, ich will zu dir“). Michael schlägt vor, dass er sie zu einem Spaziergang nachts im Zoo einladen soll, gibt ihm dafür eine Fahrrad-Leuchte (eine Leihgabe aus dem Publikum), die er ursprünglich an sein Bobbycar montieren wollte, um auch nachts zu fahren, und eine Muschel, mit der er Annegrets Herz erobern könne. Als Annegret ihrem Vater, der gerade damit beschäftigt ist, seinen Mercedes (sechs Spieler des Tanzensembles) zu waschen („Ich putze, ich putze, ich putze so gern“), von ihren Gefühlen zu Bruno erzählt, versucht er, sie zu stoppen („Annegret, schau nicht nach den Männern, sie bringen dir kein Glück“). Sie solle sich lieber ganz auf ihre Politikerkarriere konzentrieren. Annegret ist in einem Konflikt.

In der anschließenden Pause durften die Zuschauer auf Zettelchen Vorschläge machen, wie es weitergehen soll und wählten den Vorschlag „Willi legt eine Bombe im Finanzamt und schiebt die Schuld Bruno in die Schuhe“. Doch zunächst treffen sich Bruno und Annegret nachts vorm Zoo, wo ihnen Michaels Lampe den Weg leuchtet. Erst ist Bruno enttäuscht, denn Annegret weist die Muschel verständnislos zurück. Doch als er sie an ihr Ohr hält („In der Muschel ist das Leben drin“) hört sie Meeresrauschen, Tiere und Natur und fühlt sich darin Bruno sehr verbunden. Sie nimmt seinen Vorschlag an, zu ihm zu ziehen, falls ihr Vater weiter gegen ihre Beziehung ist.

In der gleichen Nacht legt Willi die Bombe ins Finanzamt, wo sie am nächsten Tag von Bruno entdeckt wird, kurz bevor sie explodiert. Beim Versuch, sie zu entschärfen, berührt es sie. Er kann sich zwar noch rechtzeitig retten aber da man seine Fingerabdrücke auf den Bombenresten gefunden hat, landet er im Gefängnis. Er bittet Annegret, die ihn dort verzweifelt besucht, um ihm zu helfen, ihn zu vergessen und ohne ihn glücklich zu werden, um sie nicht in sein Unglück zu ziehen. Doch als sie weg ist, bricht er zusammen („Bleib bei mir, du fehlst mir so, wenn du nicht bei mir bist“) und fängt an, Schnaps zu saufen, aus der Thermoskanne, die Michael ihm nichts ahnend mitgebracht hat.

Michael, der gleich vermutet, dass Annegrets Vater hinter der Bombe steckt, stattet diesem einen Besuch ab. Willi leugnet erst lange und behauptet die Bombenzutaten, die Michael bei ihm findet (Schwefel und Nitrat) seien nur seine Nahrungsergänzungsmittel. Aber schließlich prügelt Michael die Wahrheit aus ihm heraus. Als Annegret ins Gefängnis eilt, um Bruno vom Geständnis ihres Vaters zu berichten, liegt er leblos in seiner Zelle und reagiert nicht mehr. Annegret fürchtet, dass er tot ist, doch ein Polizist (Tobias Katona vom Tanzensemble), stellt fest, dass er nur völlig besoffen ist. Annegret ist entsetzt, da sie nichts von seinem Alkoholproblem wusste. Doch sie und Michael nehmen Bruno das Versprechen ab, eine Entziehungskur zu machen.

Ein Jahr später sieht man Bruno im Zoo als Tierpfleger arbeiten. Er ist inzwischen trocken und glücklich mit Annegret verheiratet. Seine Arbeit im Finanzamt wird von Michael weitergeführt, der auf seinem neuen motorisierten Bobbycar zu Besuch kommt. Und Annegret hat eine „Überraschung“ für Bruno: Ihr Vater Willi kommt, um sich bei Bruno zu entschuldigen, worauf er erstmal spaßeshalber von diesem und dann auch von Michael in den Schwitzkasten genommen wird. Danach darf er aber im Zoo als Pädagoge für Kinder anfangen. Großes Finale mit dem Lied von Bruno und den anderen: „Ich bin froh, dass es dich gibt, denn ich brauch dich so!“
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